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Technischer Defekt stoppt Schwertransport mit Windkraftanlagen
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Nur rund 24 Stunden nach einem havarierten Schwerlasttransport auf der B77 bei Jagel ist es erneut zu einer Panne gekommen. Der aktuelle Vorfall ereignete sich am Dienstagabend jedoch im Bereich B199, Lecker Chaussee und Ochsenweg in Flensburg.
Ein technischer Defekt hat am Dienstagabend einen Schwertransport mit Bauteilen für Windkraftanlagen im Bereich Ochsenweg in Flensburg gestoppt. Verletzt wurde nach bisherigen Angaben niemand. Wegen auslaufenden Hydrauliköls kam es zu einem größeren Einsatz, außerdem wurde die Lecker Chaussee teilweise gesperrt.
Gegen 22.30 Uhr war ein Schwertransport mit insgesamt sechs Lastwagen von Ellund in Richtung Nordfriesland unterwegs. Geladen waren Turmsegmente für Windkraftanlagen. Beim Abbiegen von der B199 auf die Lecker Chaussee und der anschließenden Weiterfahrt auf dem Ochsenweg platzte am ersten Lastwagen ein Hydraulikschlauch. Die Zugmaschine blieb daraufhin liegen.
In der Folge konnten auch die fünf nachfolgenden Schwertransporter sowie Begleitfahrzeuge und Polizei ihre Fahrt nicht fortsetzen. Da Hydrauliköl auf die Fahrbahn austrat, wurde die Freiwillige Feuerwehr Flensburg-Innenstadt alarmiert. Die Berufsfeuerwehr war zu diesem Zeitpunkt bei einem anderen Einsatz in Mürwik gebunden.
Nach Angaben von Einsatzleiter Paul Graeper von der Freiwilligen Feuerwehr Flensburg-Innenstadt wurde Bindemittel auf die Straße aufgebracht, um eine weitere Ausbreitung des Hydrauliköls zu verhindern. Zuvor hatten die Lastwagenfahrer bereits selbst reagiert und mit Erde einen kleinen Wall aufgeschüttet. Dadurch konnte verhindert werden, dass das Öl in einen angrenzenden Graben floss. Weitere Maßnahmen waren laut Feuerwehr nicht erforderlich.
Gegen 1.30 Uhr fiel die Entscheidung, den Transportzug vorerst nicht weiterfahren zu lassen. Hintergrund war unter anderem die weitere Strecke in Richtung Niebüll mit einem Bahnübergang. Eine Weiterfahrt hätte Auswirkungen auf den Bahnverkehr, insbesondere auf Verbindungen nach Sylt, haben können.
Auch der LBV.SH wurde zum Ochsenweg alarmiert und verschaffte sich vor Ort einen Überblick über die Lage. Wegen der starken Verunreinigung der Fahrbahn wurde entschieden, eine Spezialfirma aus Neumünster mit einer speziellen Reinigungsmaschine hinzuzuziehen. Zwischenzeitlich wurde erwogen, die übrigen Lastwagen und Begleitfahrzeuge durch den bereits abgestreuten Bereich fahren zu lassen. Dieser Plan wurde jedoch verworfen, um eine weitere Verschleppung der Verunreinigung zu vermeiden.
Die beschädigte Zugmaschine mit ihrem rund 35 Meter langen Turmsegment konnte noch ein Stück weiter bewegt werden. Sie steht derzeit unter einer Brücke am Ochsenweg zwischen den Abfahrten Niebüll und Lecker Chaussee. Daraufhin wurde auch der Ochsenweg gesperrt. Das hinderte jedoch einen Autofahrer nicht daran, die Absperrung zu umfahren. Er wurde von der Polizei angehalten und zurückgeschickt. Die nachfolgenden Schwertransporter mussten teilweise rückwärts zurück auf die B199 rangieren und wurden anschließend auf der Lecker Chaussee abgestellt. Während des Einsatzes trafen aus südlicher Richtung weitere Schwertransporte ein, darunter eine Nabe und ein Maschinenhaus für Windkraftanlagen. Auch diese reihten sich in den Fahrzeugverband ein.
Die Lecker Chaussee ist im Bereich Ochsenweg und B199 sowohl auf Höhe Abfahrt Schäferhaus und Scandi Park in Fahrtrichtung Gottrupel derzeit teilweise gesperrt. Für die Reparaturarbeiten wird der Ochsenweg zeitweise am Mittwoch einspurig geführt, damit die Mitarbeiter gefahrlos an der Fahrerseite des havarierten Fahrzeugs arbeiten können. Verkehrsteilnehmer müssen deshalb im Laufe des Tages mit weiteren Einschränkungen rechnen.
Die Reparatur der Zugmaschine soll am Mittwochmorgen beginnen und voraussichtlich mindestens fünf Stunden dauern. Wann die Straße wieder vollständig freigegeben werden kann, ist noch unklar. Nach derzeitiger Einschätzung könnte dies frühestens am Mittwochabend der Fall sein, sofern die Reparatur abgeschlossen ist und die Transporte ihre Fahrt fortsetzen können.
