Schwarze Rauchsäule über Tordschell: Schuppenbrand greift fast auf Wohnhaus über

 |  von Jasper Hentschel

Die Situation vor Ort war besonders heikel, da sich im brennenden Schuppen neben diversem Unrat auch mehrere Gasflaschen sowie ein halbvoller Heizöltank befanden. - Fotos: Jasper Hentschel

Havetoftloit – Nur einen Tag nach einem Feuer in einer Werkstatt in Schnarup-Thumby ist es im Amt Mittelangeln erneut zu einem Brand mit starker Rauchentwicklung gekommen. Gegen 11.30 Uhr standen auf einem Grundstück in der Straße Tordschell ein freistehender Schuppen sowie ein daneben geparktes Auto in Flammen. Zwei Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz leicht verletzt.

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Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bot sich eine gefährliche Lage. Der Schuppen mit Holzfassade und Blechdach brannte bereits in voller Ausdehnung, ebenso das unmittelbar daneben abgestellte Fahrzeug. Nach Angaben von Augenzeugen war die schwarze Rauchsäule aus bis zu zehn Kilometern Entfernung deutlich sichtbar.

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Das Feuer drohte auf das angrenzende Wohnhaus sowie ein weiteres Gebäude überzugreifen. Ein Anwohner hatte den Brand entdeckt und umgehend den Notruf gewählt. Die Feuerwehr konzentrierte sich zunächst auf den Aufbau einer Riegelstellung, um das Wohngebäude mit einem gezielten Wasserschutz vor den Flammen zu sichern. Dadurch konnte ein Übergreifen des Feuers verhindert werden.

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Wegen der starken Rauchentwicklung war ein umfangreicher Löschangriff unter schwerem Atemschutz erforderlich. Die Wasserversorgung stellten die Einsatzkräfte sowohl über die Fahrzeugtanks der Wehren als auch über einen Hydranten direkt am Grundstück sicher.

Besonders heikel war die Lage, weil sich in dem brennenden Schuppen neben diversem Unrat auch mehrere Gasflaschen sowie ein halbvoller Heizöltank befanden. Aus dem Wohnhaus mussten vorsorglich ebenfalls Gasflaschen geborgen werden. Da zeitweise unklar war, ob Gas aus den erhitzten Behältern austrat, wurde vorübergehend ein Gefahrenbereich eingerichtet.

Nachdem die Flammen weitgehend gelöscht waren, setzten die Feuerwehrleute Schaummittel ein, um letzte Glutnester zu ersticken. Zudem kontrollierten sie die Brandstelle mit einer Wärmebildkamera.

An den Löscharbeiten waren insgesamt rund 40 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Havetoftloit, Satrup, Esmark-Rehberg, Rüde, Struxdorf und Ekeberg beteiligt. Während des Einsatzes verletzten sich zwei Feuerwehrleute leicht. Einer stürzte, ein weiterer erlitt Kreislaufbeschwerden. Beide wurden vor Ort vom Rettungsdienst untersucht, konnten jedoch an der Einsatzstelle verbleiben.

Die Kriminalpolizei nahm noch vor Ort die Ermittlungen zur bislang ungeklärten Brandursache auf.