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Öl auf der Schlei: Feuerwehreinsatz in Kappeln
| von Jasper Hentschel
Kappeln – Ein auffälliger Ölfilm auf der Schlei hat in Kappeln einen größeren Feuerwehr- und Polizeieinsatz ausgelöst. Einsatzkräfte kontrollierten mehrere Hafenbereiche.
Der wachsame Brückenwärter der Schleibrücke hat in Kappeln am Montagabend eine starke Gewässerverunreinigung bemerkt und Alarm geschlagen. Gegen 18.30 Uhr nahm er einen intensiven Geruch nach Treibstoff wahr. Beim Blick auf das Wasser zeigten sich verstreute Betriebsstoffe auf der Oberfläche. Nach dem Öffnen der Schleibrücke sammelte sich die Substanz zu einem sichtbaren Ölteppich, dessen Ausmaß auch auf der Webcam des Kappelner Hafens deutlich zu sehen war.
Die Freiwilligen Feuerwehren aus Kappeln-Innenstadt und Ellenberg rückten daraufhin aus, um den Hafenbereich genauer zu erkunden. Im Verlauf der Prüfungsmaßnahmen dehnten die Einsatzkräfte die Kontrolle in Richtung des Fischerei- und Tonnenhafens aus. In diesem Abschnitt erwies sich die Konzentration des Ölfilms als besonders ausgeprägt.
Suche nach der Ursache im Hafengebiet
Ob sich die Betriebsstoffe durch die natürliche Strömung an dieser Stelle sammelten oder ob dort die Quelle der Verunreinigung liegt, konnte zunächst nicht festgestellt werden. Zur Unterstützung rückte auch der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Kappeln-Mehlby an. Zusammen mit Einsatzkräften aus Olpenitz wurden weitere Abschnitte bis zum Bereich Anker-Yachting kontrolliert.
Um die Lage auf dem Fahrwasser detaillierter einzuschätzen, führten die Wasserschutzpolizei und Einsatzkräfte eine Erkundung vom Wasser aus durch. Auch im Bereich der Schleibrücke trieben weiterhin Öl-Schlieren in Richtung der Schlei-Innenrinne.
Im Zuge einer weiteren Kontrolle stellte sich heraus, dass sich der Schimmer auf der Wasseroberfläche bereits so sehr verdünnt hatte, dass das Ausbringen von Ölsperren nicht mehr zweckmäßig war. Aus diesem Grund verzichtete die Feuerwehr auf weitere Maßnahmen auf dem Wasser.
Die untere Wasserbehörde traf ebenfalls an der Einsatzstelle ein und stimmte das weitere Vorgehen ab. Im Verlauf des Dienstags ist eine erneute Kontrolle des Hafenbeckens bei Tageslicht vorgesehen, um eine mögliche Einlaufstelle zu lokalisieren.
Kurzzeitig geriet auch das städtische Oberflächenentwässerungssystem in den Fokus der Ermittlungen, da dieses das Regenwasser aus dem Stadtgebiet in die Schlei leitet. Ob der Austritt mit früheren Vorfällen im Stadtgebiet zusammenhängt, bleibt Gegenstand der weiteren Überprüfungen.
Im Einsatz beteiligt waren die Freiwilligen Feuerwehren Kappeln-Innenstadt, Ellenberg, Mehlby und Olpenitz sowie die Wasserschutzpolizei und die untere Wasserbehörde.
