Fünf Verletzte bei Unfall auf der K1 bei Geltorf

 |  von Nico Hessel

Für die Dauer der aufwendigen Rekonstruktion und der Bergung der nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuge blieb die K1 bis in den Abend voll gesperrt - Fotos: Nico Hessel

Geltorf – Es sind Bilder, die selbst erfahrenen Rettungskräften den Atem stocken lassen: Ein Auto steht auf einem Gehweg, unter seiner Front verkeilt liegt ein völlig zertrümmerter Kinderwagen. Doch wie durch ein Wunder endete der Unfall nicht in einer Katastrophe.

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Gegen 15.30 Uhr war es im Kreuzungsbereich der Kreisstraße 1 zwischen Selk und Fleckeby zu einer folgenschweren Unachtsamkeit gekommen. Der Fahrer eines Honda CR-V befuhr einen Wirtschaftsweg und wollte die K1 nach ersten Erkenntnissen der Polizei geradeaus in Richtung der Straße „Alter Schulweg“ überqueren. Dabei übersah der Mann jedoch den aus Richtung Selk kommenden VW Touran und kollidierte mit diesem auf der Straße.

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Durch die Wucht des Zusammenstoßes, dass der VW nach rechts von der Fahrbahn abkam und auf den daneben verlaufenden Gehweg geschleudert wurde.

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Genau dort war in diesem Moment eine Familie unterwegs. Eine Mutter und eine Großmutter schoben ein Kleinkind in seinem Kinderwagen über den Fußweg, als der außer Kontrolle geratene Wagen sie erfasste.

Der Kinderwagen wurde dabei unter das Auto geschoben und dort massiv eingeklemmt. Doch im Moment des Aufpralls geschah ein Wunder: Durch die physikalische Einwirkung beim Aufprall löste sich die Sitzeinheit mit dem Kind vom restlichen Fahrgestell des Kinderwagens. Während das Gestell unter den schweren Wagen rutschte, wurde das Sitzelement mitsamt dem Kind zur Seite geschleudert, sodass das Kleinkind nicht von dem Fahrzeug überrollt wurde.

Die Rettungsleitstelle löste sofort Großalarm aus. Neben zahlreichen Rettungswagen rückte auch ein Notarzt aus. Zudem landete ein Rettungshubschrauber direkt an der Unfallstelle.

Insgesamt forderte der Unfall fünf Verletzte. Sowohl die beiden Fahrer der beteiligten Autos als auch die Mutter, die Großmutter und das Kleinkind erlitten glücklicherweise nach ersten Erkenntnissen nur leichte Verletzungen. Zur weiteren Untersuchung und Behandlung wurden alle Beteiligten in das Helios-Klinikum Schleswig eingeliefert.

Die Freiwillige Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab und stellte den Brandschutz sicher, während auslaufende Betriebsstoffe aufgenommen wurden. Da der Unfallhergang genau analysiert werden soll, ordnete die Staatsanwaltschaft die Hinzuziehung eines Sachverständigen der Dekra an.

Für die Dauer der aufwendigen Rekonstruktion und der Bergung der nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuge blieb die K1 bis in den Abend voll gesperrt. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.